___BaMBULE___

Credits:
Fotografie: Florian Hildebrandt & Sebastian Prince von kapturing

Styling: Adelaidacuebaer

Grooming: Francesca Vigliarolo & Dennis Brandt

Models: Mitarbeiter und Teilnehmer von basis & woge und vagabunt.hamburg



WIR MACHEN BAMBULE!

 

 

Diese Kollektion ist so vielschichtig wie unsere jugendlichen Designer und so vielschichtig wie die Bedeutungen des Worts Bambule. Es trägt uns an seinen Ursprung, nach Afrika, wo es in einer Stammessprache des Bantuvolks einen traditionellen afrikanischen Tanz bezeichnet. Im 19.Jh. fand es in Deutschland in der Gaunersprache neue Verwendung und meinte dort eine Form des Protests unter Gefangenen. Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, und das waren ihr Blechgeschirr und die Gitterstäbe, machten sie Lärm, “Bambule”eben, um auf Missstände in ihrer Unterbringung und Versorgung aufmerksam zu machen. Schliesslich fand das Wort Einzug in die Jugend- und Protestbewegung. Waisenkinder und Jugendliche in Erziehungsheimen machten es in den 60er und 70er Jahren den Gefangenen von einst gleich und veranstalteten “Bambule”, um auf die menschenunwürdigen Verhältnisse in den Heimen hinzuweisen und in Hamburg benannte sich eine Bauwagenkolonie so. Anfang dieses Jahrtausends brachen bei ihrer Räumung dann die Bambule-Proteste aus. In der Jugendkultur hat sich über diese politischen Inanspruchnahmen hinaus, auch eine auf den ursprünglichen afrikanischen Tanz bezogene Bedeutung erhalten. “Bambule” heisst dabei soviel wie “etwas ausgelassen Feiern”, mit viel Pomp, Jux und Dollerei auf sich aufmerksam machen.

 

In dieser Kollektion schwingen die politischen Untertöne noch leise mit. Natürlich wollen auch wir auf Missstände aufmerksam machen. Die Leben unserer Jugendlichen sind davon nicht unberührt. In erster Linie geht es uns aber ganz unpolitisch darum, sichtbar zu machen, was bisher nicht gesehen wurde, unseren Designerinnen und Designern Gehör zu verschaffen. Wir machen Bambule. Unsere Mittel sind nicht Blechgeschirr und Gitterstäbe. Wir machen “Lärm” für die Augen mit hochwertigen Jeansstoffen aus Italien. Mit bunten afrikanischen Bauwollstoffen und Farben von strahlendem Sonnengelb bis zu erdigen Brauntönen feiern wir das kulturelle Erbe und die Ausgelassenheit des afrikanischen Trommeltanzes. Karomuster stehen einerseits für die Protestkultur der Punks, anderseits für die traditionellen Gewänder der Massai in Afrika. So schlägt diese Kollektion die Brücke zwischen Afrika als Inspiration und der Lebenswirklichkeit unserer jugendlichen Designer. Wir wollen die Dinge auf den Tisch bringen. Wir wollen etwas zur Sprache bringen. Und unsere Sprache sind unsere Kreationen.

Die Kollektion für Frauen und Männer präsentiert sich klar verständlich und konzeptionell, dabei verzichtet sie auf verkopfte Schnittführungen im Design. Wir bleiben bei der klassischen Silhouette. Die vagabunt Basics wie die Bomberjacke oder das Hemdblusenkleid sind genauso wiederzufinden wie das vagabuntische Patchwork Design und andere Stoffexperimente. Das Upcycling aussortierter Kleidung des “reichen Mannes” zieht sich als roter Faden durch die Kollektion. Dafür gibts es in Ostafrika sogar einen eigenen Namen: “Mitumba” das ist Kisuaheli und bedeutet Kleiderballen.

 

Missstände sind nicht immer so sichtbar. Mancher “Misstand” ist eher innerlicher Natur und betrifft das Gefühlsleben und persönliche Erlebnisse. Auch hier machen wir BAMBULE. Unsere Form der Bambule, bietet einen Rahmen, um Ungesagtes oder vielleicht auch Unsagbares zum Ausdruck zu bringen.

 

vagabunt.hamburg

ist ein Angebot von

basis + woge e.V.

Steindamm 11

20099 Hamburg

 

Weitere Infos unter:

www.basisundwoge.de

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Ansprechpartner

Uta Lindner, Dipl. Pädagogin 
Projektleitung:  
uta.lindner@basisundwoge.de

+49 157 80333877

 

Suzanne Darouiche, Modedesignerin

Kreative Leitung:
suzanne.darouiche@basisundwoge.de

+49  151 61455452

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Das Projekt wird von der Hamburger Behörde für Arbeit, Soziales und Integration (BASFI) gefördert.